Archiv für die Kategorie „Leben“

Sommerloch

Donnerstag, 26. August 2010

Ich hab schon ewig keinen neuen Eintrag mehr in den Blog geschrieben. Nun ist der Sommer fast vorbei und ich wurde schon von mehreren Leuten darauf angesprochen, wann es denn mal wieder neue Bilder gibt. Nun also ein kurzer Abriss von unserer Sommer-Urlaubs-Zeit.

Begonnen haben wir mit einem Besuch in Tropical Islands. Mit dabei waren meine Eltern sowie ein paar Leuten aus unserem Jugendkreis. Da wir an meinem Geburtstag gefahren sind, und Nora noch keinen Eintritt zahlt, war das ein richtiges Schnäppchen. Seitdem ist Nora auch nicht mehr so wasserscheu. Wahrscheinlich weil Oma und Opa ganz lang mit ihr im Wasser unterwegs gewesen sind. Sie braucht zwar nun immer noch eine Weile, bis sie sich überwunden hat ganz ins Wasser zu gehen, aber sie geht immerhin.

Einige Tage nach diesem Kurztrip ging es in den richtigen Urlaub nach Rathen, in die Sächsische Schweiz. Diesmal mit den Eltern von Denise und Schwester Josefine. Wir hatten eine sehr schöne Ferienwohnung direkt am Elbradweg. Felsenbühne und Bastei ließen sich von dort ganz bequem zu Fuß erreichen. Leider mussten wir an einigen Tagen stark improvisieren, da das Wetter nicht so mitgespielt hat wie wir uns das erhofften. Trotzdem eine schöne Zeit.

Damit Nora die Touren auch ohne großes Quäcken hinter sich bringt, haben wir uns vor dem Urlaub noch was gebastelt. Ein Einkaufs-Trolley wurde von uns so angepasst, dass die Füße unseres Kindchen (und in Schlussfolgerung auch unsere Ohren und Schultern) geschont wurden. Das Teil hat uns wirklich eine Menge Stress erspart.

Natürlich lässt sich der Trolley nicht überall verwenden. So zum Beispiel in den so genannten “Schwedenlöchern“, einem Aufstieg zur Bastei. Also Nora die vielen Treppenstufen sieht, meint sie: “wir wollen jetzt wieder nach Hause gehen”. Das hat uns dann erst einmal etwas Überzeugungsarbeit gekostet. Zum Schluss ist sie, durch einen Trick, fast die ganze Strecke allein gelaufen. Wir haben zusammen Treppenstufen gezählt, und schon ging das Laufen wie von selbst. Es sind 824 Stufen.

Wer selber einmal eine kleine Tour abseits der (etwas überlaufenen) Bastei machen will, dem empfehle ich die Wandertour, die wir am ersten Tag gemacht haben. Vom Bahnhof Oberrathen auf den Rauenstein. Oben gibt es eine Gaststätte und einen wunderbaren Ausblick über die Region. Von dort über den Bergrücken weiter, wieder runter vom Berg und durch den Wald bis man schließlich in der Stadt Wehlen ankommt. Bis hier sind es etwa 4,5 bis 5 Kilometer. Von dort kann man dann entweder mit der Bahn weiter oder auf dem Elbradweg zurück nach Rathen. Das herrliche an dieser Tour ist, dass man so ziemlich alles dabei hat: wandern durch den Wald, herum steigen auf Felsen und den beinahe Rundumblick auf viele der Wanderziele in der Region. Hier die Wanderroute für Google-Earth.



fremd-ge-posted

Montag, 5. Juli 2010

Am Wochenende war ich mal wieder mit meiner Kamera unterwegs. Beim 14. speed Jugendgottesdienst in Cottbus hab ich Fotos gemacht. Bilder gibt’s hier.

speed ist ein übergemeindliches, christliches Jugendarbeits-Projekt in Cottbus. Als Dach dient die Evangelischen Allianz Cottbus.



Hochzeitsbilder von Dani und Piet

Freitag, 2. Juli 2010

Vor einigen Tagen hatte ich mal wieder die Gelegenheit zwei frisch Vermählte abzulichten. Bei der standesamtlichen Trauung von Piet und Dani war ich mit dabei, und habe im Anschluss gleich noch eine kleine Fotosession mit den beiden gemacht. Die beiden hatten optimales Wetter, strahlender Sonnenschein. Für die Fotosession sind solche Verhältnisse leider nur suboptimal. Bei direkter Sonneneinstrahlung hat man sehr harte Schatten, Augen werden zusammengekniffen und der Helligkeitsunterschied zwischen Sonnen- und Schattenflächen sind sehr stark. Zum Glück hatten wir einen Reflektor mit, der zumindest ein paar Probleme gemindert hat. Später haben sich dann sogar noch ein paar kleine Wolken vor die Sonne geschoben. Ich bin mit den entstandenen Bildern sehr zufrieden. Mein neues Objektiv hat sich dabei schon bewährt.

Bei der darauf folgenden kirchlichen Trauung war ich auch mit der Kamera dabei. Auch davon noch ein paar Impressionen.

Die Hochzeitsfeier war übrigens echt genial.



Die Tage des Frühlings sind gezählt

Samstag, 19. Juni 2010

Endlich barfuss laufen und mit Wasser pantschen. Ich glaub das Ereignis auf den folgenden Bildern gehört zu Noras Vorsommer-Highlights.
Nora: “Guck mal Papa, Sand-Tattoos“.

Die Bilder sind mit meiner Neuanschaffung entstanden, der 85mm Canon Festbrennweite mit 1.8er Blende.

Das Objektiv eignet sich besonders für Portraitaufnahmen. Die nächste Foto-Session kann also kommen.



Bokeh Panoramen – die “Brenizer Methode”

Mittwoch, 19. Mai 2010

Ich bin heute auf Flickr über eine interessante Technik gestoßen. Mit der Brenizer-Mehtode werden Bilder mit atemberaubender Tiefenunschärfe möglich, und das trotz günstiger Objektive. Hier einige Bilder aus dem Flickr-Stream des mutmaßlichen “Erfinders” Ryan Brenizer.

Smokey Joe's Kiss

A World Apart

Der Trick hinter diesen Bildern ist, dass es keine Einzelbilder sind, sondern vielmehr Panoramaaufnahmen – sogenannte Bokeh-Panoramen. Jedes der Bild ist, wie bei Panoramen, aus vielen kleinen Bildern zusammengesetzt, die mit einer großen Brennweite aufgenommen wurden. Umso größer die Brennweite (bei gleicher Blende) um so geringer ist die Tiefenschärfe. Das folgende Bild zeigt eine Gegenüberstellung der diesen Merksatz verdeutlicht.

Anklicken zum Vergrößern.

Das Linke Bild zeigt einen Bildauschnitt eines Bildes das mit 28mm Brennweite fotografiert wurde (bei APS-C Format), das rechte Bild hingegen mit 105mm. Im rechten Bild ist eine geringere Tiefenschärfe zu erkennen, also genau das was man typischerweise möchte, wenn man Portraits fotografiert.

Der Nachteil bei großer Brennweite ist natürlich, dass man nur einen Teil des gewünschten Motives abfotografieren kann. In der heutigen Zeit macht das aber eigentlich nichts aus. Den wenn man alle Teile eines Motivs abfotografiert hat, kann man die Bilder danach automatisch von einem Computerprogramm wieder zusammenfügen lassen. Wenn man alles richtig gemacht hat kommt dabei ein Bokeh Panorama heraus.

Vergleichbare Bilder sind meist nur mit sehr hochwertigen (also teuren) Linsen möglich. Denn der zweite Faktor der die Tiefenschärfe beeinflusst, ist die Blende. Um so weiter die Blende geöffnet ist umso geringer die Tiefenschärfe, und umso angenehmer und weicher das Bokeh eines Bildes. Objektive mit solch großen Blendenöffnungen wie etwa f1.2 herzustellen ist allerdings recht schwierig, da dafür äußerst exakt gearbeitet werden muss.

Hier meine erste Testaufnahme nach dieser Methode (basierend auf etwa 20 Bildern bei Blende 4.5 und 105mm).

Zum Vergleich eine Aufnahme mit 50mm und Blende f1.8. Der Effekt ist etwa der selbe. Ich konnte also etwa 2 1/2 Blendenstufen “simulieren”.

Vorteile der Methode

  • geringere Tiefenschärfe trotz günstiger Objektive
  • flexiblerer Umgang mit Festbrennweiten-Objektiven auf kleinem Raum möglich (auch auf kurzer Distanz ist ein volles Motiv möglich)
  • es können unter Umständen Bilder erzeugt werden die mit herkömmlichen Objektiv unmöglich wären

Nachteile der Methode

  • aufwendige Nachbearbeitung notwendig (ein kostenloses Panorama Tool gibt es hier)
  • funktioniert nur wenn sich das Motiv nicht zu sehr bewegt
  • Übung notwendig um eine Routine beim Fotografieren zu bekommen
  • bei günstigen Objektiven, mit relativ kleiner Offenblende, muss ausreichend Licht vorhanden sein (im Gegensatz zu einer hochwertigen Linse)

Obwohl die Nachteile zu überwiegen scheinen, werde ich die Technik auf jeden Fall mal ausgiebiger testen.

Noch zwei Linktipps: