Archiv für die Kategorie „Fotografie“

Bokeh Panoramen – die “Brenizer Methode”

Mittwoch, 19. Mai 2010

Ich bin heute auf Flickr über eine interessante Technik gestoßen. Mit der Brenizer-Mehtode werden Bilder mit atemberaubender Tiefenunschärfe möglich, und das trotz günstiger Objektive. Hier einige Bilder aus dem Flickr-Stream des mutmaßlichen “Erfinders” Ryan Brenizer.

Smokey Joe's Kiss

A World Apart

Der Trick hinter diesen Bildern ist, dass es keine Einzelbilder sind, sondern vielmehr Panoramaaufnahmen – sogenannte Bokeh-Panoramen. Jedes der Bild ist, wie bei Panoramen, aus vielen kleinen Bildern zusammengesetzt, die mit einer großen Brennweite aufgenommen wurden. Umso größer die Brennweite (bei gleicher Blende) um so geringer ist die Tiefenschärfe. Das folgende Bild zeigt eine Gegenüberstellung der diesen Merksatz verdeutlicht.

Anklicken zum Vergrößern.

Das Linke Bild zeigt einen Bildauschnitt eines Bildes das mit 28mm Brennweite fotografiert wurde (bei APS-C Format), das rechte Bild hingegen mit 105mm. Im rechten Bild ist eine geringere Tiefenschärfe zu erkennen, also genau das was man typischerweise möchte, wenn man Portraits fotografiert.

Der Nachteil bei großer Brennweite ist natürlich, dass man nur einen Teil des gewünschten Motives abfotografieren kann. In der heutigen Zeit macht das aber eigentlich nichts aus. Den wenn man alle Teile eines Motivs abfotografiert hat, kann man die Bilder danach automatisch von einem Computerprogramm wieder zusammenfügen lassen. Wenn man alles richtig gemacht hat kommt dabei ein Bokeh Panorama heraus.

Vergleichbare Bilder sind meist nur mit sehr hochwertigen (also teuren) Linsen möglich. Denn der zweite Faktor der die Tiefenschärfe beeinflusst, ist die Blende. Um so weiter die Blende geöffnet ist umso geringer die Tiefenschärfe, und umso angenehmer und weicher das Bokeh eines Bildes. Objektive mit solch großen Blendenöffnungen wie etwa f1.2 herzustellen ist allerdings recht schwierig, da dafür äußerst exakt gearbeitet werden muss.

Hier meine erste Testaufnahme nach dieser Methode (basierend auf etwa 20 Bildern bei Blende 4.5 und 105mm).

Zum Vergleich eine Aufnahme mit 50mm und Blende f1.8. Der Effekt ist etwa der selbe. Ich konnte also etwa 2 1/2 Blendenstufen “simulieren”.

Vorteile der Methode

  • geringere Tiefenschärfe trotz günstiger Objektive
  • flexiblerer Umgang mit Festbrennweiten-Objektiven auf kleinem Raum möglich (auch auf kurzer Distanz ist ein volles Motiv möglich)
  • es können unter Umständen Bilder erzeugt werden die mit herkömmlichen Objektiv unmöglich wären

Nachteile der Methode

  • aufwendige Nachbearbeitung notwendig (ein kostenloses Panorama Tool gibt es hier)
  • funktioniert nur wenn sich das Motiv nicht zu sehr bewegt
  • Übung notwendig um eine Routine beim Fotografieren zu bekommen
  • bei günstigen Objektiven, mit relativ kleiner Offenblende, muss ausreichend Licht vorhanden sein (im Gegensatz zu einer hochwertigen Linse)

Obwohl die Nachteile zu überwiegen scheinen, werde ich die Technik auf jeden Fall mal ausgiebiger testen.

Noch zwei Linktipps:



Automatisierter DNG-Workflow mittels Batchverarbeitung unter Windows

Montag, 19. April 2010

Ob Hobby- oder Berufsfotograf, früher oder später müssen alle Bilder von der Kamera auf den Computer. Jeder hat da so seinen eigenen Workflow. Und umso mehr Bilder man produziert um so länger dauert dieser Workflow. Ganz besonders dann, wenn man mit RAW-Dateien arbeitet und für den Import aufgrund von “Sonderwünschen” mehrere Programme nacheinander benutzt. Eine Lösung ist hier die Batchverarbeitung von Komandozeilenbefehlen, um den Workflow zu automatisieren. Batch-Dateien enthalten Kommandozeilenbefehle und führen sie nacheinander aus. Ich möchte an dieser Stelle ein Batch-Script vorstellen, welches ich mir vor einiger Zeit geschrieben habe, um meinen Workflow zu vereinfachen. (weiterlesen …)



Spiegelreflexkamera-Factsheet

Mittwoch, 17. Februar 2010

Seit wir die Spiegelreflexkamera haben ist meine Frau etwas zögerlich wenn Sie Fotos machen will. Das der Vollautomatik-Modus nicht immer das Gelbe vom Ei ist, ist ihr bewusst. Aber im Halbautomatik und Manuell-Modi ist eben auch ein wenig Erfahrung und Vorwissen nötig. Deshalb hab ich mich heute mal hingesetzt, und die von mir am meisten gebrauchten Einstellungen sowie einen Kurzabriss in Fototechnik verfasst. Herausgekommen ist ein Factsheet im A5 Format – ein Zettel mit den wichtigsten Fakten.

Wer Interesse hat kann sich das Factsheet herunterladen:

Im Moment ist Denise gerade in der Spremberger Musikkita und macht ein paar Bilder vom Oma-Opa-Tag. Im Handgepäck das Factsheet. Mal sehen ob es ihr hilft.



Christmas-Shooting

Dienstag, 29. Dezember 2009

In der diesjährigen Vorweihnachtszeit wurde ich erstmals für Weihnachtsbilder engagiert. Meine Schwägerin fragte mich, ob ich ihre Familie in Szene setzen könne. Meine fotografischen Praxiserfahrungen beschränkten sich bisher auf Hochzeiten. An Paar- und Familienportrais wollte ich mich aber immer schon mal ausprobieren.

Ich freute mich also schon richtig aufs fotografieren. Ich befürchtete allerdings auch schlimmes. Schließlich sind die beiden ältesten Kinder meiner Schwägerin zwei richtige Wirbelwinde ;-) . Ob ich da ordentlich Fotos hinkriegen würde? Nun ja, hier ein Ausschnitt aus etwa 15 Sekunden Fotosession:

Alles in Allem hat es sehr viel Spaß gemacht sich auszuprobieren, und es sind ein paar wirklich geniale Bilder entstanden. Hier eine kleine Auswahl:

Zum Schluss blieb auch noch ein wenig Zeit ein eigenes Familienbild zu schießen.



Wow, Explored

Sonntag, 4. Oktober 2009

Auf Flickr gibt es die Explorer-/Entdecken-Seite. Dort wird eine Auswahl interessanter Fotos der letzten 7 Tage vorgestellt. “eager to learn” hat es heute geschafft dort zu erscheinen. Respektabel wenn man bedenkt, dass bei Flickr durchaus auch mal 7000 neue Bilder hoch geladen werden … in der Minute.

Nachdem ich in den Kommentaren zum Bild den Hinweis auf Explorer gefunden habe, hab ich bestimmt ne halbe Stunde vor dem Bildschirm gesessen und versucht folgenden Screenshot zu kriegen :mrgreen: . Es gibt leider immer noch unerhört viele andere interessante Fotos.

flickr-explored