Archiv für die Kategorie „Grafik und Design“

3 Tipps im Umgang mit OpenOffice-Impress

Mittwoch, 2. Juni 2010

Impress ist das OpenOffice (OO) Äquivalent zu Power Point. Anders als OO-Writer und OO-Calc kann es, in punkto Stabilität und Funktionsumfang leider nicht mit der kostenpflichtigen Anwendung aus dem Hause Microsoft mithalten. Wenn man das Programm öfter nutzt merkt man das an einigen Stellen Fehler auftreten und manches nicht wie erwartet funktioniert. Ich nutze da Programm trotzdem sehr gern, da es genau das kann was ich benötige – einfache Präsentationen erstellen. Wem es ähnlich geht, dem gebe ich hier 3 Tipps mit auf den Weg.

1. Nutze die Formatvorlagen, aber erstelle keine neuen

Wie alle Office-Produkte unterstützt auch Impress Formatvorlagen. Das heißt es werden nicht mehr einzelne Wörter markiert und dann formatiert, sondern auf Absätze und Zeilen wird eine definierten Formatvorlage angewendet. Der Vorteil von Formatvorlagen ist das man weniger Fehler bei der Formatierung machen kann und Zeit spart. Statt jede Stelle 5 Mal zu formatieren, müssen die betreffenden Stellen nur einmal einer Formatvorlage zugewiesen werden. Ändert man Einstellungen an einer Formatvorlage wirkt sich das auf alle Stellen aus, die mit ihr formatiert hat.

Dieses Konzept das in MS-Word und OO-Writer hervorragend funktioniert, ist in OO-Impress leider etwas “buggy”, wenn es darum geht neue Absatzvorlagen für Texte zu definieren. Ich empfehle deshalb nur die vorgegebenen Vorlagen zu modifizieren und den Rest auf herkömmliche Art zu formatieren. Die vorhandenen Formatvorlagen beziehen sich meist auf einen ganzen Text-Block. Wichtig ist besonders sich die Formatvorlage für die Aufzählungen nach den eigenen Wünschen anzupassen.

Das Klicken auf F11 öffnet die Formatvorlagenanzeige. Klickt man nun auf einer Folie in eine Textbox wird in der Anzeige die entsprechende Absatzvorlage angezeigt. Wirklich relevant sind aus meiner Sicht nur “Gliederung 1″ und “Titel”. Ich mache hier meist ein paar Änderungen zu Schriftgröße und Schriftart und damit hat es sich.

2. Arbeite mit den Masterfolien

Über das Menü “Ansicht > Master > Folienmaster” können die Vorlagen für Folien verändert werden. Mastervorlagen lassen sich nutzen um die Position von Textblöcke für alle Folien verbindlich festzulegen. Ich nutze meist zwei Mastervorlagen. Eine für das Cover und eine für den Inhalt der Seiten (siehe Bilder unten). Hat man die Masteransicht geschlossen so lassen sich über den Rechtsklick auf eine Folie im Foliendesign die gewünschte Masterfolie auswählen (Folie >Foliendesign > “Seitenvorlage auswählen”).

3. Tipps im Zusammenhang mit Bildern

Impress kennt zwei Arten mit Bildern umzugehen:

  • Die Bilder werden direkt in der Präsentationsdatei gespeichert, sowas nennt man einbetten. Enthält eine Präsentation eingebettete Bilder wird die Präsentationsdatei schnell recht groß. Das seltsame dabei: selbst wenn man die Bilder rausgelöscht und die Präsi neu speichert, bleibt die Dateigröße der Präsentation fast gleich groß. Impress räumt in seinen Präsentationsdateien nämlich mitunter nicht richtig auf. Ein Verhalten das es sich beim großen Bruder PowerPoint abgeschaut hat. Warum auch immer.
  • Die Bilder werden als externe Verknüpfung eingebunden. Wenn man die Präsi weitergeben möchte muss man also immer alle Bilddateien mitgeben. Selbst dann ist nicht garantiert, dass die Präsi korrekt angezeigt wird, da die Bilder auf einem anderem Computer auch meist in einem anderen Verzeichnis liegen. Abhilfe schafft hier nur die Bilder einzubetten. Unter “Bearbeiten > Verknüpfungen” lassen sich die Verknüpfungen auflösen, so dass man die Präsentation problemlos weitergeben kann.
    Der Vorteil die Bilder als externe Verknüpfung einzubinden, liegt darin sie jederzeit bearbeiten zu können, ohne sie dann wieder neu einbinden zu müssen.

Fertige Präsentation lässt sich mit dem Plugin “Sun Presentation Minimizer” komprimieren. Dabei werden unnötige Daten entfernt, Bilder eingebettet, skaliert und platzsparend gespeichert. Nicht selten waren bei mir die Präsentationen nach dem Minimizer nur noch halb so groß. Bei der Präsentation auf langsamen Rechnern wird sich das auch auf die Geschwindigkeit der Effekte auswirken.

Assistenzdialog des Sun Presentation Minimizer

Zusatztipp

Wer grafisch bewandert ist kann seine Folien durch eine ansprechende Hintergrundgestaltung aufpeppen. Die Bilder werden dabei in den Folienmaster gelegt und sind dann auf jeder Seite sichtbar. Zum Erstellen der Bilder nutze ich meist Inkscape. Ein paar Beispiele:



Mal drüber nachdenken

Mittwoch, 11. März 2009

Wenn ich sichergehen will, dass meine Website einfach zu benutzen ist, was muss ich dann als Wichtigstes beachten?” das ist die Frage die Steve Krug immer wieder gestellt wird. Er hat seine Anwort in dem gleichnamigen Buch “Don’t make me think” verfasst – der Benutzer soll nicht darüber nachdenken müssen wie er eine Webseite benutzt.

Ich habe mich in den vergangenen Tagen durch das Buch gearbeitet und fand es wirklich ungemein gut. Der Lesetipp schlechthin für jeden Webdesigner und GUI-Programmierer.

Eine deutsche Leseprobe des ersten Kapitels gibt es hier.



Aufbruchsstimmung

Mittwoch, 18. Februar 2009

Ich bin gerade dabei die Präsentationsfolien für meinen Workshop “Druck und Design von Flyern” fertigzustellen. Zum christlichen Mitarbeiterkongress “Aufbruch” am kommenden Wochende biete ich eine 4-stündige Schulung an. Ziel wird es sein eine solide und professionelle Grundlage für die Flyergestaltung in Gemeinden, Jugendkreisen zu schaffen. Für die 4 Stunden hab ich mir eine Menge vorgenommen. Beginnend bei technischen Grundlagen (mit Computergrafik-Theorie, Software, Drucktechnik und Rechtlichem) gehe ich über zu Grundlagen der Gestaltung (mit allerhand Tipps, Beispielen und Hinweisen wie man es nicht machen sollte ;-) ) um schließlich mit einem Praxisteil zu enden.

Ich freue mich schon sehr auf den Workshop und bin gespannt auf die Teilnehmer. Mal sehen wie gelehrig meine Schützlinge sind :-) .



HDR-Fotografie, ein Praxistest

Sonntag, 4. Mai 2008

HDR steht für High Dynamic Range. Es ist eine Technik, um mehr Farb- und Detailvielfalt in digitale Fotos zu bekommen. Dabei werden mehrere Bilder mit dem gleichen Motiv gemacht, allerdings mit unterschiedlichen Belichtungen. Im Normalfall reichen 2-3 Bilder aus, um gute Resultate zu erzielen.

Diese werden dann mit einer speziellen Software wie Adobe Photoshop, Picturenaut oder Photomatix Basic zu einem einzigen Bild kombiniert. Bevor ich noch etwas auf die dahinterliegende Techniken eingehe, hier schon mal ein paar Beispielbilder die ich in Dresden bei schönstem Sonnenschein gemacht habe. Normalerweise erscheint bei solchen Fotografien der Himmel blass.

Nun also noch etwas technischer Background zu HDR. Wer selber in die HDR-Fotographie einsteigen will dem empfehle ich den 3-Teiler “High Dynamic Range” in ck’s Blog.

Wo ist nun bei HDR der Vorteil? Man kommt ja doch wieder auf ein Bild.

Der Vorteil liegt in der Anzahl der Helligkeits- bzw. Farbinformationen im Bild. Ein normales JPEG kann 8bit pro Farbkanal speichern. Das heißt jeder Pixel des Bildes kann in jeder Farbe (rot, grün, blau) jeweils 2 hoch 8 (also 256) verschiedene Helligkeiten annehmen. Da die Grundfarben zu einer Mischung führen, können insgesamt 16.777.216 verschiedene Farben pro Pixel heraus kommen.

Ein mittels HDR erstelltes Bild kann aber nicht nur 8bit, sondern z.B. 16bit enthalten. Damit verdoppeln sich die Informationen nicht etwa, nein, sie vervielfachen sich. 2 hoch 16 sind 65.536 Helligkeitsinformationen pro Farbe, ergo 281.474.976.710.656 mögliche Farbkombinationen pro Pixel. Selbst kleinste Farbunterschiede können so aufgezeichnet werden, Strukturen sind besser erkennbar und bei Urlaubsbildern ist dann der Himmel auf dem Bild auch wirklich so blau wie in der Erinnerung ;-) .

Die ganze Sache hat nur einen Hacken. Auf normalen Monitoren kann man Bilder mit 16bit pro Farbkanal eigentlich gar nicht darstellen, denn Monitore können Farben auch nur mit je 8bit darstellen. Aber genau hier liegt der große Vorteil der HDR-Bilder. Mittels dem sogenannten Tone-Mapping können nun aus den vielen Farben genau die “ausgewählt” werden, die dem Bild Kontrast und Struktur geben.

Einige Kameras unterstützen bereits Dateiformate die HDR-Bilder speichern können, unsere aktuelle leider nicht. Aber ganz sicher die nächste.



Nicht alles was geht …

Montag, 21. Januar 2008

„Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt“ so der Slogan einer kleinen Broschüre, die von der Landesanstalt für Medien
Nordrhein-Westfalen herausgegeben wurde. Es wird zusammengefasst auf was man achten sollte wenn man digitale Inhalte im Internet bereit stellt. Hier ein Auszug aus der Beschreibung des Heftes:

“Welche Fotos und Filme darf man auf Flickr und Youtube hochladen? Darf man Tauschbörsen benutzen? Sind Eltern für die Urheberrechtsverletzungen ihrer Kinder verantwortlich? Das sind einige der Fragen, die von der Broschüre in Kürze erläutert werden.”
[Zitat: Valie Djordjevic, http://www.irights.info]

Hier gehts zum Download der Broschüre.