Archiv für die Kategorie „Tipp“

Softwaretipp: MuseScore – freies Notensatzprogramm

Mittwoch, 14. Juli 2010

Ich bin heute zufällig über ein Programm gestolpert und habe meiner Frau damit eine riesen Freude gemacht.

MuseScore ist ein frei verfügbares Open Source (GPL) Programm zum Setzen von Noten. Es bietet viele der Funktionen die man sonst nur von kostenpflichtigen Notensatzprogrammen kennt. Einige der Features:

  • das Setzen von Noten über einen grafischen Editor
  • beliebige Anzahl von Notenzeilen
  • bis zu vier Stimmen pro Notenzeile
  • Ein- und mehrzeilige Texte zu jeder Notenzeile
  • Midi Import und Export
  • integrierter PDF-Export

Nach einem kurzen Test wurde das Programm von meiner Frau für gut befunden. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die starke Ausrichtung auf Tastenkombinationen, das Setzen gelingt damit allerdings nach etwas Einarbeitung schneller. Einige Videos (englisch) auf der Projektseite führen in die Funktionalität ein. Im Handbuch (deutsch) wird etwas tiefer auf die Möglichkeiten und die Bedienung des Programmes eingegangen.

Das Programm ist für die drei großen Betriebsystemreihen (Win, Mac, Linux) verfügbar.



3 Tipps im Umgang mit OpenOffice-Impress

Mittwoch, 2. Juni 2010

Impress ist das OpenOffice (OO) Äquivalent zu Power Point. Anders als OO-Writer und OO-Calc kann es, in punkto Stabilität und Funktionsumfang leider nicht mit der kostenpflichtigen Anwendung aus dem Hause Microsoft mithalten. Wenn man das Programm öfter nutzt merkt man das an einigen Stellen Fehler auftreten und manches nicht wie erwartet funktioniert. Ich nutze da Programm trotzdem sehr gern, da es genau das kann was ich benötige – einfache Präsentationen erstellen. Wem es ähnlich geht, dem gebe ich hier 3 Tipps mit auf den Weg.

1. Nutze die Formatvorlagen, aber erstelle keine neuen

Wie alle Office-Produkte unterstützt auch Impress Formatvorlagen. Das heißt es werden nicht mehr einzelne Wörter markiert und dann formatiert, sondern auf Absätze und Zeilen wird eine definierten Formatvorlage angewendet. Der Vorteil von Formatvorlagen ist das man weniger Fehler bei der Formatierung machen kann und Zeit spart. Statt jede Stelle 5 Mal zu formatieren, müssen die betreffenden Stellen nur einmal einer Formatvorlage zugewiesen werden. Ändert man Einstellungen an einer Formatvorlage wirkt sich das auf alle Stellen aus, die mit ihr formatiert hat.

Dieses Konzept das in MS-Word und OO-Writer hervorragend funktioniert, ist in OO-Impress leider etwas “buggy”, wenn es darum geht neue Absatzvorlagen für Texte zu definieren. Ich empfehle deshalb nur die vorgegebenen Vorlagen zu modifizieren und den Rest auf herkömmliche Art zu formatieren. Die vorhandenen Formatvorlagen beziehen sich meist auf einen ganzen Text-Block. Wichtig ist besonders sich die Formatvorlage für die Aufzählungen nach den eigenen Wünschen anzupassen.

Das Klicken auf F11 öffnet die Formatvorlagenanzeige. Klickt man nun auf einer Folie in eine Textbox wird in der Anzeige die entsprechende Absatzvorlage angezeigt. Wirklich relevant sind aus meiner Sicht nur “Gliederung 1″ und “Titel”. Ich mache hier meist ein paar Änderungen zu Schriftgröße und Schriftart und damit hat es sich.

2. Arbeite mit den Masterfolien

Über das Menü “Ansicht > Master > Folienmaster” können die Vorlagen für Folien verändert werden. Mastervorlagen lassen sich nutzen um die Position von Textblöcke für alle Folien verbindlich festzulegen. Ich nutze meist zwei Mastervorlagen. Eine für das Cover und eine für den Inhalt der Seiten (siehe Bilder unten). Hat man die Masteransicht geschlossen so lassen sich über den Rechtsklick auf eine Folie im Foliendesign die gewünschte Masterfolie auswählen (Folie >Foliendesign > “Seitenvorlage auswählen”).

3. Tipps im Zusammenhang mit Bildern

Impress kennt zwei Arten mit Bildern umzugehen:

  • Die Bilder werden direkt in der Präsentationsdatei gespeichert, sowas nennt man einbetten. Enthält eine Präsentation eingebettete Bilder wird die Präsentationsdatei schnell recht groß. Das seltsame dabei: selbst wenn man die Bilder rausgelöscht und die Präsi neu speichert, bleibt die Dateigröße der Präsentation fast gleich groß. Impress räumt in seinen Präsentationsdateien nämlich mitunter nicht richtig auf. Ein Verhalten das es sich beim großen Bruder PowerPoint abgeschaut hat. Warum auch immer.
  • Die Bilder werden als externe Verknüpfung eingebunden. Wenn man die Präsi weitergeben möchte muss man also immer alle Bilddateien mitgeben. Selbst dann ist nicht garantiert, dass die Präsi korrekt angezeigt wird, da die Bilder auf einem anderem Computer auch meist in einem anderen Verzeichnis liegen. Abhilfe schafft hier nur die Bilder einzubetten. Unter “Bearbeiten > Verknüpfungen” lassen sich die Verknüpfungen auflösen, so dass man die Präsentation problemlos weitergeben kann.
    Der Vorteil die Bilder als externe Verknüpfung einzubinden, liegt darin sie jederzeit bearbeiten zu können, ohne sie dann wieder neu einbinden zu müssen.

Fertige Präsentation lässt sich mit dem Plugin “Sun Presentation Minimizer” komprimieren. Dabei werden unnötige Daten entfernt, Bilder eingebettet, skaliert und platzsparend gespeichert. Nicht selten waren bei mir die Präsentationen nach dem Minimizer nur noch halb so groß. Bei der Präsentation auf langsamen Rechnern wird sich das auch auf die Geschwindigkeit der Effekte auswirken.

Assistenzdialog des Sun Presentation Minimizer

Zusatztipp

Wer grafisch bewandert ist kann seine Folien durch eine ansprechende Hintergrundgestaltung aufpeppen. Die Bilder werden dabei in den Folienmaster gelegt und sind dann auf jeder Seite sichtbar. Zum Erstellen der Bilder nutze ich meist Inkscape. Ein paar Beispiele:



Bokeh Panoramen – die “Brenizer Methode”

Mittwoch, 19. Mai 2010

Ich bin heute auf Flickr über eine interessante Technik gestoßen. Mit der Brenizer-Mehtode werden Bilder mit atemberaubender Tiefenunschärfe möglich, und das trotz günstiger Objektive. Hier einige Bilder aus dem Flickr-Stream des mutmaßlichen “Erfinders” Ryan Brenizer.

Smokey Joe's Kiss

A World Apart

Der Trick hinter diesen Bildern ist, dass es keine Einzelbilder sind, sondern vielmehr Panoramaaufnahmen – sogenannte Bokeh-Panoramen. Jedes der Bild ist, wie bei Panoramen, aus vielen kleinen Bildern zusammengesetzt, die mit einer großen Brennweite aufgenommen wurden. Umso größer die Brennweite (bei gleicher Blende) um so geringer ist die Tiefenschärfe. Das folgende Bild zeigt eine Gegenüberstellung der diesen Merksatz verdeutlicht.

Anklicken zum Vergrößern.

Das Linke Bild zeigt einen Bildauschnitt eines Bildes das mit 28mm Brennweite fotografiert wurde (bei APS-C Format), das rechte Bild hingegen mit 105mm. Im rechten Bild ist eine geringere Tiefenschärfe zu erkennen, also genau das was man typischerweise möchte, wenn man Portraits fotografiert.

Der Nachteil bei großer Brennweite ist natürlich, dass man nur einen Teil des gewünschten Motives abfotografieren kann. In der heutigen Zeit macht das aber eigentlich nichts aus. Den wenn man alle Teile eines Motivs abfotografiert hat, kann man die Bilder danach automatisch von einem Computerprogramm wieder zusammenfügen lassen. Wenn man alles richtig gemacht hat kommt dabei ein Bokeh Panorama heraus.

Vergleichbare Bilder sind meist nur mit sehr hochwertigen (also teuren) Linsen möglich. Denn der zweite Faktor der die Tiefenschärfe beeinflusst, ist die Blende. Um so weiter die Blende geöffnet ist umso geringer die Tiefenschärfe, und umso angenehmer und weicher das Bokeh eines Bildes. Objektive mit solch großen Blendenöffnungen wie etwa f1.2 herzustellen ist allerdings recht schwierig, da dafür äußerst exakt gearbeitet werden muss.

Hier meine erste Testaufnahme nach dieser Methode (basierend auf etwa 20 Bildern bei Blende 4.5 und 105mm).

Zum Vergleich eine Aufnahme mit 50mm und Blende f1.8. Der Effekt ist etwa der selbe. Ich konnte also etwa 2 1/2 Blendenstufen “simulieren”.

Vorteile der Methode

  • geringere Tiefenschärfe trotz günstiger Objektive
  • flexiblerer Umgang mit Festbrennweiten-Objektiven auf kleinem Raum möglich (auch auf kurzer Distanz ist ein volles Motiv möglich)
  • es können unter Umständen Bilder erzeugt werden die mit herkömmlichen Objektiv unmöglich wären

Nachteile der Methode

  • aufwendige Nachbearbeitung notwendig (ein kostenloses Panorama Tool gibt es hier)
  • funktioniert nur wenn sich das Motiv nicht zu sehr bewegt
  • Übung notwendig um eine Routine beim Fotografieren zu bekommen
  • bei günstigen Objektiven, mit relativ kleiner Offenblende, muss ausreichend Licht vorhanden sein (im Gegensatz zu einer hochwertigen Linse)

Obwohl die Nachteile zu überwiegen scheinen, werde ich die Technik auf jeden Fall mal ausgiebiger testen.

Noch zwei Linktipps:



Workshop: Was macht einen guten Internetauftritt aus?

Donnerstag, 14. Januar 2010

Im Februar halte ich im Rahmen des B.L.I.x.-Tages 2010 wieder einen Workshop. Nachdem ich im letzten Jahr Grundlagen und Tipps zur Gestaltung von Flyern weitergegeben habe, geht es dieses Mal thematisch darum Inhalte im Netz zu präsentieren.

Welche Inhalte machen eine gute Internetseite aus? Wie müssen Texte gehalten sein, damit sie gelesen werden? Wie wird das Internetangebot ansprechend für normale und unnormale User? Welche Regeln gelten, wenn man Inhalte im Web präsentiert? Ja, richtig, es geht in nicht um das Programmieren von Internetseiten ;-) .

Da im letzten Jahr der Austausch über die mitgebrachten Flyer der Teilnehmern so gut ankam (da hätten wir auch noch 2 Stunden zubringen können), will ich auch dies Jahr wieder eine Runde mit praktischen Denkanstößen machen. Man darf gespannt sein.

Wer Lust hat dabei zu sein: der B.L.I.x.-Tag findet am 27.02.2010 im EC-Begegnungs- und Bildungszentrum ( Schleusenstraße 50, 15569 Woltersdorf) statt. Mehr Informationen, und eine Anmeldung finden sich hier. Der Workshop findet in den Zeiten 11:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr statt (einmalig, mit Pause).



Bewertung ASUS N71VN-TY011V und Notebooksbilliger.de

Samstag, 19. Dezember 2009

Bei mir steht in diesen Tagen mal wieder ein neuer Laptop an. Es war allerdings gar nicht so einfach ein passendes Modell zu finden. Zum Einen gibt es eine wahnwitzig große Auswahl an Geräten, zum Anderen war es nicht einfach einen Laptop zu finden, der meinen Anforderungen entsprach.

Ich habe meine Suche schließlich auf ASUS Modelle beschränkt und schließlich für das ASUS N71VN-TY011V entschieden. Da ich mit meinem bisherigen ASUS recht zufrieden bin, konnte das neue ja gar nicht so schlecht sein – dachte ich. Doch was ich dann bekommen habe, war gelinde gesagt unzureichend. Eigentlich hat mir vieles an dem Gerät gefallen, aber drei Punkte haben mich dann doch zur Widerrufung der Bestellung bewegt.

  • Das Display war sehr, sehr blickwinkelabhängig. Man durfte sich eigentlich vor dem Display überhaupt nicht bewegen, andernfalls hätte man sofort die Farben “wandern” gesehen. Eigentlich konnte man das Display nie ganz ohne Farbverfälschung ansehen. Wenn man in der Mitte korrekte Farben sah, sind an den Rändern des Bildschirms die Farbe bereits gekippte/verfälscht. So ein schlechtes Display habe ich bisher noch nie gesehen.
  • Am unteren Ende des Bildschirms war das Bild außerdem deutlich heller, also offensichtlich nicht gleichmäßig ausgeleuchtet.
  • Der Lüfter (wahrscheinlich der der Grafikkarte) gab bei einer bestimmten Drehzahl ein leises Klackern von sich.
Deutliche Abdunklung an den Rändern durch starke Blickwinkelabhängigkeit

Deutliche Abdunklung an den Rändern durch starke Blickwinkelabhängigkeit

Durchscheinen der Lichtquelle am unteren Rand

Durchscheinen der Lichtquelle am unteren Rand. Hier auch schön zu sehen, die starke Spiegelung des Displays.

Die Leistung war OK. Der Windows 7 Leistungstest ergab in allen Kategorien 6.1 bis 6.5 Punkte. Lediglich die Festplatten bekamen nur 5.8 oder 5.9. Hier noch ein paar Spezifikationen des Laptops:

ASUS N71VN-TY011V
Intel Core 2 Duo P8700, 4GB DDR3-RAM, NVIDIA GeForce GT240M mit 1 GB VRAM, 17,3” Display 1600 x 900 Pixel LED-Backlight, Color Shine Glare Type, 640GB Festplattenspeicher (2 Platten) 5400rpm

Das ASUS also ein Reinfall, ganz im Gegensatz zur Abwicklung bei Notebooksbilliger. Die Leistung die ich dort bekommen habe kann ich nur loben. Hier ein paar Punkte die mir gut gefielen:

  • Die Website ist sehr übersichtlich, man kann auch genaue Suchanfragen starten, wenn man weiß was man will. Auch das Kundenkonto ist schön aufgeräumt. Man findet sich gut zurecht.
  • Die Lieferzeit des ASUS war eigentlich mit 6-10 Tagen angegeben. Der Laptop war dann aber schon nach knapp 5 Tagen da.
  • Auf E-Mails wurde, trotz Weihnachtsgeschäft innerhalb von 24 Stunden geantwortet.
  • Die Abwicklung der Widerrufung und Rücksendung erfolgte schnell und komfortabel.

Einzige negativer Punkt im Bestellvorgang: ich habe auf Rechnung bezahlt, d.h. dort war angegeben, das bei Lieferung Bar bezahlt werden soll. Ein Anruf beim DHL-Support ergab, dass die Zahlung auch per EC-Karte erfolgen kann. Davon wollte unser Postbote aber nix wissen. Bar ist eben doch Bar.

So, nun steh ich immer noch ohne neuen Laptop da. Allerdings habe ich mir inzwischen einen Laptop bei DELL zusammengestellt. Wie es mir dort ergangen ist, dazu demnächst mehr.